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Unsere Themen heute:
  • DBV-Zeitschrift: Lösungen, die funktionieren
  • Jovial, aber beinhart: Mailand wirbt in Frankfurt
  • Talente? Vorurteile und Zwänge bestimmen die Karriere!
  • Videokonferenzen: Kamera an - und trotzdem offline
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
nicht selten wird in großen schönen Worten eine neue Strategie verkündet oder ein Lösungsweg beschworen - und doch hält dann beides nicht der Wirklichkeit stand. Wir haben in der neuen Ausgabe unseres DBV-Magazins nun statdessen wieder einige "kleine" Praxislösungen zusammengestellt, die in Betrieben der Finanzwelt bereits gut funktionieren im Sinne der Beschäftigten. Etwa in einer überraschend vielfältigen Volksbank im "Ländle", in einem Verbund zweier Assekuranzen im Rheinland, oder auch in einem Spezialinstitut, in dem der "grüne Daumen" auch als Türoffner für allgemeine Nachhaltigkeit dienen kann. Und wir ordnen neue Kurssetzungen aus Berlin ein, empfehlen nachdrücklich einen guten Datenschutz und sind mit den "alten Herren" am Ball: https://www.dbv-gewerkschaft.de/wp-content/uploads/DBV-Heft-2_2025_Web.pdf (für DBV-Mitglieder in wenigen Tagen auch gedruckt im Briefkasten)
Charmant ist er - aber nicht nachgiebig: UniCredit-Vorstandschef Andrea Orcel. Während des "Bankengipfels" versuchte er in Frankfurt gekonnt, die wichtigsten Bedenken aus Deutschland gegen eine Übernahme der Commerzbank zu zerstreuen - inklusive der Besänftigung an die Arbeitnehmerseite, dass es im Falle des Takeovers lediglich in der Coba-Zentrale zu einem größeren Abbau von Stellen kommen werde - ansonsten wolle Mailand gar umfassend ins "Netzwerk" orientieren. Auch wenn sich Commerzbank-Vorstandschefin Bettina Orlopp zugleich gelassen gibt, die Zukunft noch in der eigenen Hand zu haben: Mehr als drei Viertel der Anwesenden schätzten in einer Spontan-Umfrage, dass die UniCredit ihre Pläne wohl umsetzen kann: https://www.dbv-gewerkschaft.de/commerzbank-uebernahme-unicredit-chef-gibt-sich-beinhart-charmant/

Alle unsere Nachrichten
finden Sie wie immer hier gesammelt unter "Aktuell": https://www.dbv-gewerkschaft.de/themen/aktuelles/
Nach wie vor entscheiden eher nicht die eigenen Talente, ob der Karrierewunsch aufgeht - sondern ganz einfach, ob die Rahmenbedingungen der gewünschten Tätigkeit zum eigenen Leben passen. Traditionelle Muster haben eine derartig große Beharrungskraft, dass Frauen im Mittel nicht zu ihren männlichen Kollegen aufschließen können. Nicht einmal kräftige politische Reformen - die sich Bundes-Berlin noch gar nicht zutraut - reichen aus. Stattdessen müssen sich wohl auch gesellschaftliche Einstellungen ändern, was etliche Jahre dauern dürfte: https://www.dbv-gewerkschaft.de/mythos-talent-die-arbeitsbedingungen-bestimmen-die-karriere-und-trennen-frauen-und-maenner-weiterhin/
Videokonferenzen bieten keineswegs die Gewähr starker Beteiligung. Dieses Bauchgefühl zeigt sich immer deutlicher in aktuellen Studien. So beschäftigten sich mehr als 90 % der Teilnehmenden zumindest zeitweise während des Meetings mit anderen Dingen, obwohl die Kamera läuft. Und weniger als 40 % der Videocall-Organisatoren stellen vor der Besprechung eine klare Tagesordnung auf. Folglich dümpelt die Diskussion vielfach ergebnisarm in untiefen Gewässern, während fruchtbare Beiträge von fachlich kompetenten, aber schüchternen Zeitgenossen untergehen. Zeit für klar Schiff vor der Kamera: https://www.dbv-gewerkschaft.de/videokonferenzen-kameras-an-stimmen-aus/

Oliver Popp
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