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Unsere Themen heute:
  • Commerzbank: Bemerkenswert positiv
  • Postbank: Digital statt lokal
  • Homeoffice: Äpfel und Birnen
  • Jobangst? Ein klares Jein!
  • Statt Präsente - lieber präsent sein!
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,

über ein frühes Weihnachtsgeschenk kann sich die Commerzbank freuen. Und zwar stellten die Beschäftigten der Geschäftsführung ein ungewöhnlich gutes Zeugnis aus. In der Mitarbeiter-Umfrage gaben unter anderem zwei Drittel der Abstimmenden an, Vertrauen in die Entscheidungen des Mangements zu haben. Dies ist ein großer Sprung und liegt auch darin begründet, sich mit neuer Einigkeit der Übernahme-Absicht der UniCredit entgegengestellt zu haben. Auch die neue Chefin Bettina Orlopp kommt gut an - ebenso wie die seit Frühjahr sehr weit gelockerten Homeoffice-Regelungen der Coba: https://www.dbv-gewerkschaft.de/commerzbank-mitarbeitende-deutlich-zufriedener/
Den Weg der Postbank zur überwiegend digitalen Marke beschreitet die Deutsche Bank bereits seit Längerem. Auch in diesem Jahr schlossen wieder fast 80 Zweigstellen vor allem in mittelgroßen Orten auf dem Land. Ersetzt werden sie zum einen durch bald elf regionale Beratungscenter mit diversen Kontaktmöglichkeiten, von denen die ersten beiden in Essen und Mannheim bereits loslegten. Darüber hinaus sollen die Kunden auch noch stärker über die App in die Bank gehen - wer online Geschäfte erledigt, soll auch wieder ein weitgehend kostenfreies Girokonto erhalten: https://www.dbv-gewerkschaft.de/postbank-spart-an-filialen-und-wirbt-kunden-fuer-digitalloesungen/
Alle unsere Nachrichten aus Finanzwelt, Betriebswirklichkeit und Arbeitsrecht lesen Sie wie immer kompakt in unserer Rubrik "Aktuelles" hier: https://www.dbv-gewerkschaft.de/themen/aktuelles/
Beim Homeoffice (bzw. Mobilen Arbeiten) gehen die Meinungen auseinander: Ist es die Befreiung der Arbeitswelt, oder der Untergang der Produktivität? Wie so oft liegen Pauschalurteile neben der Wirklichkeit. Zumal viele Studien meist (noch immer) eine Zusammenfassung von Einzelfällen sind. Besser wäre eine gute Methodik, um wirklich messen zu können, bei welche Tätigkeiten und für welche Beschäftigte die Vorteile des dezentralen Arbeitens überwiegen - und wo nicht. Sonst werden zu schnell Äpfel mit Birnen verglichen: https://www.dbv-gewerkschaft.de/studien-zum-homeoffice-widerspruechlich-und-oft-fragwuerdig/
Das Loch in der Personaldecke deutscher Kreditinstitute ist nach wie vor groß. Doch wer sich aktuell neu dorthin bewirbt, bekommt auch bei Eignung nicht automatisch die gewünschte Stelle. Und wer bereits einen festen Arbeitsplatz hat, dessen Stuhl könnte dennoch bald bedenklich wackeln. Grund ist nicht nur die fortwährende Konjunkturflaute, sondern auch die (teilweise) Neuaufstellung vieler Banken und Versicherungen, die im Zuge von geändertem Geschäft und weiterer Technisierung klassische Stellen verlagern und einsparen. Entsprechend befürchten in einer Erhebung 43 % der Befragten Stellenkürzungen im kommenden Jahr. 57 % sehen hingegen nach wie vor den grundlegenden Trend des Arbeitskräfte-Schwunds als Basis für eventuell andere, aber prinzipiell sichere Jobs in der Branche: https://www.dbv-gewerkschaft.de/jobangst-in-der-deutschen-finanzwirtschaft-ein-klares-jein/
Wenn die "Stille Zeit" vorbei ist - dann wird's auch wieder ruhiger! Vielen gestressten Seelen gehen diese Worte von Karl Valentin möglicherweise im Advent durch den Kopf, während sie um "Deadlines" usw. kämpfen sollen. Und etliche Kolleginnen oder Kollegen beobachten diese Entmenschlichung mit Sorge und fragen sich: "Was könnte ich ihr oder ihm denn mal Gutes tun?" Neben ein paar materiellen Helferlein könnte das Geschenk auch ganz anders aussehen - Zeit und Aufmerksamkeit mit etwas entlastender Fürsorge: https://www.dbv-gewerkschaft.de/8-weihnachtsgeschenke-fuer-gestresste/

Oliver Popp
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